Und ich will euch die Jahre erstatten, deren Ertrag die Heuschrecken, Larven, Geschmeiß und Raupen gefressen haben, mein großes Heer, das ich unter euch schickte.
(Joel 2,25; Luther 2017)
Ein sehr interessanter Vers, der mich mein Leben lang begleitet und ermutigt hat.
3 Punkte fallen mir hier ins Auge:
1) Heuschrecken, Larven und Geschmeiß
2) Jahwe schickt Heer
3) Jahre und Ertrag erstattet (double for your trouble)
Punkt 1):
Ich finde die Wortwahl interessant: Heuschrecken, Larven und Geschmeiß...
In der Bibel stehen Heuschrecken meist für Plagen. Z. B. musste Ägypten Gottes Plagen über sich ergehen lassen, weil der Pharao das jüdische Volk nicht ziehen lassen wollte und die Juden als Sklaven missbrauchte.
Heuschrecken, Larven und Geschmeiß gibt es auch in unserem heutigen Leben genug.
Ein schlechter Chef im Job, eine unüberwindbare Krankheit, der Verlust eines Kindes, das Fehlen eines Partners.
Dinge, die uns zermürben können, weil sie einfach nicht besser werden oder ganz verschwinden.
In solchen Situationen fragen wir uns vielleicht: Wo ist Gott? Wo ist er überhaupt hin? Interessiert es ihn, wie es mir geht? Wie es der Welt gerade geht?
Die Antwort auf diese Frage lautet "Ja". Gott weiß, Gott sieht. Und manchmal initiiert Gott auch Situationen, die uns nicht gefallen.
Manche Christen glauben, alles Schlechte kommt vom Teufel und alles Gute von Gott. Doch ich glaube, ganz so einfach und plakativ ist das Ganze leider nicht. Oft genug kommt im Alten Testament folgender Satz in der einen oder anderen Form vor: "Ich, der Herr, schicke das Glück und das Unglück."
Punkt 2):
Damit komme ich zu Punkt 2. In unserem heutigen Vers heißt es: "Heuschrecken, Larven, Geschmeiß und Raupen, ein großes Heer, das ich unter euch schickte."
Interessant, da steht, dass Gott persönlich dieses Heer an aggressiven, alles fressenden Insekten schickte.
Also nicht der Teufel, sondern Jahwe höchstpersönlich.
Warum ist das so? Manchmal möchte Gott mit solchen Situationen etwas bei uns Menschen erreichen.
Die Christen erzieht er im Vertrauen, im Gehorsam. Er lässt ihren Glauben wachsen. Nur deshalb, weil er diese Menschen liebt.
Wenn ein Vater sein Kind liebt, lässt er dem Kind Freiheiten, aber ein guter Vater lässt auch nicht alles durchgehen.
Den Menschen, die nicht oder noch nicht an ihn glauben, zeigt Gott vielleicht, dass sie doch nicht alles allein machen können. Dass sie eben nicht die Klügsten und Weisesten aller Kreaturen sind. Dass sie eben doch Gott brauchen, dass sie ihr Leben und ihre Zukunft nicht im Griff haben. Sie können zwar vieles erforschen, aber letzten Endes entscheidet Gott über ihr Leben. Über unser aller Leben.
Punkt 3):
Das wiederum bringt mich zu Punkt 3).
Gott entscheidet. Und er hat entschieden, uns zu belohnen, wenn wir an ihm festhalten. "Double for your Trouble" hat Joyce Meyer es einmal genannt. Gott wird uns den Ertrag und die Jahre, die die Heuschrecken gefressen haben, erstatten. So war es auch bei Hiob. Er hatte alles verloren, Haus, Kinder, Gesundheit, Viehherden. Aber Gott hat ihm alles doppelt zurückgegeben.
Gott lässt sich nicht lumpen. Manchmal testet er unseren Glauben. Er prüft, ob wir ihm wirklich vertrauen, auch wenn nicht alles nach unserem Willen läuft, auch wenn unsere Sicherheiten, auf die wir gebaut haben, einmal wegbrechen.
"Stay save" oder "bleib gesund", so lauten die Slogans in der Coronakrise.
Fakt ist aber, dass wir unser Leben und Sterben überhaupt nicht im Griff haben, sondern ausschließlich Gott. "Unsere Zeit steht in seinen Händen".
Vielleicht macht uns die Krise einmal mehr bewusst, dass wir ohne Gott gar nichts können. Noch nicht einmal, wie die Bibel sagt, unser Leben um eine Elle oder Minute zu verlängern.
In diesem Fall würde ich nicht sagen: "stay save", sondern wohl eher "stay tuned with God" - "bleibe mit Gott in Verbindung".
Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Narrheit der Toren bleibt Narrheit. (Sprüche 14,24; Luther 2017)
Alle Leute sind gerade im Corona-Virus-Wahn. Man muss zuhause arbeiten, darf seine Freunde nicht mehr sehen. Gottesdienste finden nicht mehr statt. Toilettenpapier und lebensnotwendige Sachen werden von Hamsterkäufern aus Supermärkten entfernt. Es ist das reinste Chaos. Fühlt sich ein bisschen an wie eine Kriegszeit. Viele Menschen müssen ihren langersehnten Urlaub absagen, weil sämtliche Flughäfen dicht gemacht und die Länder ihre Grenzen geschlossen haben. Restaurants müssen geschlossen bleiben usw. und so fort.
Und dennoch ist es eine Frage der Sichtweise.
Als Christen haben wir eine Wahl. Entweder wir lassen uns von der Panik mitreißen und überschwemmen oder wir steuern dagegen und fangen an, Menschen, die in Angst leben, zu ermutigen.
"Corona" ist das spanische Wort für "Krone". Kronen tragen normalerweise Könige und Kaiser. In der Bibel kommt das Wort "Krone" sehr häufig vor. Mal bekommt ein König eine Krone aufgesetzt. Mal wird diese ihm wieder genommen.
Am interessantesten finde ich diesen Vers in Sprüche:
Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Narrheit der Toren bleibt Narrheit. (Sprüche 14,24; Luther 2017)
Die Weisheit wird hier mit einer Krone verglichen. Wer sie hat, hat's gut. Wer seine Sichtweise verändert, Gott vertraut und Menschen ermutigt, anstatt Panik zu machen, lebt friedlicher. Wer Gott vertraut, hat nicht auf Sand gebaut, lautet ein Sprichwort. Natürlich sollten wir nicht übermütig werden und Vorsichtsmaßnahmen treffen. Aber das bedeutet nicht, dass unser Herz gefangen sein muss. Wir sind innerlich frei. Wir können Frieden haben, wir können uns für den Frieden entscheiden, weil wir Gott im Herzen haben. Er bestimmt, wie lange wir leben und was uns zustößt oder eben nicht.
Wir können unser Leben nicht mal um eine Minute verlängern. Warum machen wir uns also Sorgen?
Die Sorgen bewirken nur, dass wir verpassen, etwas zu genießen, das gerade geschieht. Sie lenken unsere Gedanken auf die Zukunft und lassen uns nicht mehr in der Gegenwart leben.
Ich meine nicht, dass man gemeinhin "positiv" denkt, wie viele sagen. So nach dem Motto: Wird schon wieder werden.
Das sich auf Gott ausrichten und ihm vertrauen erfolgt aktiv, nicht passiv. Ich vertraue Gott, dass er alles zum Guten wenden wird. Vertrauen ist nicht unbedingt, zu glauben, alles wird gut, sondern alles ist gut, egal, wie es ausgeht. Weil Gott dahinter steht. Weil Gott alles im Griff hat. Weil er die Welt in der Hand hält und uns nichts, aber auch gar nichts geschieht, ohne dass er es bereits gewusst hat.
In schrecklichen Situationen erfolgt oftmals ein Umdenken der Menschen. Sie setzen ihre Prioritäten in einer anderen Reihenfolge. Auf einmal ist vielleicht der Konsum nicht mehr so wichtig. Vielleicht besinnt sich der eine oder andere sogar auf Gott, auf das Gebet, auf das Lesen in der Bibel. Ob nun Christ oder nicht, auf Gott kommt es im Leben am allermeisten an. Auf die Beziehung zu ihm. Darauf, wo wir landen, wenn wir einmal sterben. Und das müssen wir alle mal, früher oder später. Gegen den irdischen Tod gibt es kein Medikament. Gegen den ewigen Tod aber schon. Diese Medizin heißt Jesus. Wenn ich Jesus akzeptiere, werde ich nach meinem Ableben auf der Erde bei Gott, dem Vater, im Himmel sein. Wenn ich aber nur nach Konsum und Glück auf Erden strebe, habe ich schlechte Karten. Ohne Jesus, wird mein ewiges Leben in der Hölle stattfinden. Dort, wo Heulen und Zähneklappern sein wird. Die Frage stellt sich: Bin ich weise? Bekomme ich die Krone des Lebens bei Gott? Oder bin ich ein Narr? Ein unweiser, dummer Mensch, der sich nichts sagen lässt? Denn Narren werden immer Narren bleiben.

Die Ungnade des Königs ist wie das Brüllen eines Löwen; aber seine Gnade ist wie Tau auf dem Grase.
(Sprüche 19,12; Luther 2017)
Hast du schon einmal so richtig versagt? So absolut Mist gebaut, dass du gedacht hast, das kommt nie wieder in Ordnung?
Wie hast du dich in dieser Situation gefühlt?
Oder hattest du Tage, an denen jeder etwas von dir wollte und du nur gestresst hin- und hergerannt bist und nicht wusstest, wie du alles schaffen sollst?
Vielleicht hast du auch schon einmal eine Sache tausend Mal angefasst, aber sie ist nach deiner Meinung oder der Meinung anderer Menschen immer noch nicht gut genug.
Wie dem auch sei... Gott sieht das alles ganz anders. Er ist nicht wie der König in dem Vers, der brüllt wie ein Löwe und dich fertig macht.
Er vergibt dir, was du falsch gemacht hast. Er setzt dich nicht unter Druck. Gott ist nicht der Polizist oder Richter, der dir ständig aufzeigt, was du alles falsch machst oder der dir sagt, dass du nicht gut genug für ihn bist.
Gott brüllt nicht. Sondern er redet dir gut zu. Du darfst in seinem Frieden baden. In ihm ruhen. Das ist ein großes Geheimnis.
Hast du schon einmal morgens nach draußen geschaut? Vielleicht im Winter, wenn es kalt ist und der Tau auf dem Gras liegt? Die Sonne scheint. Es ist ganz still. Vielleicht zwitschert ab und zu ein Vogel. Und sonst.... Stille, wunderbare Stille.
So ist Gottes Gnade, die dir alle Verfehlungen und Sünde vergibt, wie Tau auf dem Gras in der Morgendämmerung.
Gott verlangt nichts von dir. Wenn du am Limit bist, darfst du auf seinen Schoß klettern und dich ausruhen. Einfach nichts tun. Kräfte sammeln. Durchatmen. Einatmen. Ausatmen.
Keiner nervt dich. Keiner will etwas von dir. Du selbst nicht. Der Teufel nervt dich nicht.
Einfach nur Ruhe - in dieser Blase des Friedens Gottes. Das Auge im Sturm. Dort ist es ganz still.
Und dort, in der Stille, spricht Gott zu dir....
"Mein Kind", sagt er, "ich habe dich lieb."
Ein jeder bleibe in der Berufung, in der er berufen wurde.
(1. Korinther 7,20; Luther 2017)
Hast du dir schon einmal überlegt, welchen Sinn dein Leben in dieser Welt hat? Jeder Mensch isst und trinkt und schläft jeden Tag.
Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, benötigt man eine Arbeit.
Menschen studieren eine bestimmte Fachrichtung oder sie erlernen einen Beruf. Mit diesem verdienen sie ihren Unterhalt.
Das ist der Beruf eines Menschen. Aber dann gibt es noch die Berufung.
Bei wikipedia steht: "Unter Berufung im religiös-spirituellen Sinn wird das Vernehmen/Verspüren einer inneren Stimme verstanden, die einen zu einer bestimmten Lebensaufgabe drängt."
Für mich bedeutet das: Berufung bezieht sich auf den Glauben. Unter der Stimme, die hier erwähnt wird, verstehe ich die Stimme Gottes, die mir die Berufung zuspricht. Sie drängt mich zu einer Lebensaufgabe.
Nun gibt es ja viele Aufgaben im Leben, die man erledigen kann oder auch muss.
Aber unter Berufung verstehe ich nicht die Aufgaben des täglichen Lebens oder den Job, mit dem man Geld verdient.
Berufung ist mehr. Berufung ist das, was nur du tun kannst. Mit deinen Gaben, deinem Charakter, deiner Art, mit Menschen umzugehen, deiner Hilfe, deinem Frieden und deiner Freude, die du ausstrahlst, weil du sie zuvor von Gott erhalten hast.
Manchmal zeigt dir auch deine Wut, was deine Berufung ist. Manche Menschen haben einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Es macht sie wütend, wenn andere Menschen ungerecht behandelt werden oder es ihnen schlecht geht. Andere können Menschen nicht weinen sehen und tun alles, um ihnen emotional oder ganz praktisch zu helfen.
Wieder andere bringen sich mit Musik oder in der Politik ein. Andere in Wirtschaft oder Kultur.
Was auch immer die Berufung eines Menschen sein mag. Er muss sie leben, sonst fühlt er sich nicht wohl oder am falschen Platz.
Die Stimme Gottes drängt den Menschen zu seiner Lebensaufgabe, wie es in oben genannter Definition steht.
"Drängen" in diesem Sinne bedeutet nicht: zwingen, sondern vielleicht: leicht anstupsen oder immer wieder daran erinnern.
Man wird das Gefühl nicht los, dass man etwas tun muss, das einem schon immer wichtig war, sonst ist man nicht glücklich.
Eine Berufung kommt aus tiefstem Herzen. Sie ist ein Herzenswunsch, eine Sehnsucht, die Gott dort hineingelegt hat.
Etwas, das Gott zum Blühen bringt, wenn der Mensch dazu bereit ist und von Gott dafür vorbereitet wurde.
"Be still, and know that I am God; I will be exalted among the nations, I will be exalted in the earth." (Psalm 46,10; NIV)
Stillness. Absolut stillness. Do you know what this feels like?
If you are like me, I guess, you don't.
Especially during Christmas time, there is always something going on:
Christmas parties, concerts, meeting friends, buying gifts, baking cookies, etc.
Sometimes, we feel so tired that we tend to forget what the most important thing is. What Christmas stands for.
What does Christmas stand for?
For me, it's exactly this phrase: "Be still and know that I am God."
What do you mean, God? Are you kidding me? In all this stress, in all these circumstances, in all these situations, where people need my help?
"Yes," says the almighty God. This is exactly what I want you to do.
Be still. Wait on me. Listen to me. I am talking to you non stop but you don't listen to what I'm saying.
God continues: "Do you enjoy the Christmas season? Do you trust me to give you all that you need? Or do you just distract yourself with stuff?"
Always doing and not being. Joyce Meyer says that we are human beings and not "human doings". And so does God.
Have you ever realized the people around you? Have you talked to them? Have you seen and enjoyed nature in all its glory? The trees, the snow, the sun, the animals. Have you enjoyed a good meal or talked about something intimate that worries you with a friend?
Have you stopped to smell the roses? (Ringo Starr)
What is it that makes the world go round for you?
For me, it is God. And he deserves our time. And it is good for us too to just stop during our day and talk to him, show him something, make room for him.
We get new energy for our lives from him. We urgently need to get still and be at peace, be at rest.
Be still, and know that I am God; I will be exalted among the nations, I will be exalted in the earth.
God created everything. He is exalted by people around the world. And he will be exalted one day in heaven by every human being on earth.
That is a miracle.
God will give us rest and peace if we listen to him. If we take the time and just say: Here I am. Give me strength. Give me new energy, let me enjoy things and people. And then, I can cut the stress. I can say "no" when I have to.
It's just a small, quiet voice of the Holy Spirit who says to you: "My child, just for a moment, be still."
Daniel war Gott ein ganzes Leben lang gehorsam. Auch sein Leben ging durch Höhen und Tiefen, aber er blieb Gott letzten Endes treu.
Als Daniel an den Hof des Königs kommt, essen er und seine Freunde andere Speisen und trinken andere Getränke als der Rest der Königsgefolgschaft.
Daniel vertraut Gott und er und seine Freunde sehen nach der Gemüsekur besser aus als alle anderen Leute des Königs, die Fleisch verzehrt und Wein getrunken haben.
Im Laufe der Zeit hat König Nebukadnezar einen Traum. Niemand kann ihn deuten außer Daniel.
Vielleicht hatte Daniel Angst, ebenso wie die anderen, einen Kopf kürzer gemacht zu werden, wenn die Deutung des Traums dem König nicht gefiel.
Aber er war Gott treu. Er betete und deutete den Traum.
Der König ist fasziniert und Daniel erhält eine große Belohnung.
Später kommt König Nebukadnezar auf eine sehr dumme Idee; die Idee des Götzendienstes. Er lässt eine goldene Statue von sich errichten und alle Bürger seines Reiches müssen sich vor dieser niederwerfen und sie anbeten.
Daniel hält sich nicht an dieses Gebot. Er betet einfach weiterhin seinen Gott an, 3 x am Tag und zwar laut. Er lässt das Fenster offen. Sehr mutig und sicher reine Absicht. Er schämte sich nicht, mit Gott befreundet zu sein.
Daniels Feinde rennen sofort zum König. "Oh König", schleimen sie. "Du bist der mächtigste König der Welt, aber weißt du, dein Diener Daniel, er missachtet dein Gebot. Er betet seinen Gott an und nicht dein goldenes Standbild! Schande über ihn. Du musst ihn jetzt bestrafen. Da beißt die Maus keinen Faden ab."
Der König holt Daniel und seine Freunde zu sich und verhört sie. "Ihr wollt mein Standbild nicht anbeten?", schreit er.
Daniel bleibt trotz seiner Angst cool.
Und jetzt kommt die krasseste Aussage, die ich je gehört habe. Mutig sagt Daniel:
"Siehe, unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen, und auch aus deiner Hand, o König, kann er erretten. 18 Und wenn er's nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten werden."
(Daniel 3,17-18; Luther 2017)
Jetzt aber, Daniel hat es dem König gegeben. Dieser wird furchtbar wütend und zornig. Er beschließt, den Ofen sieben Mal heißer anzufeuern, als er es normalerweise tun würde. Die drei Männer werden mit Mänteln, Schals und Hosen in den Ofen geworfen.
Unter normalen Umständen würden sie lichterloh brennen und verbrennen, also sterben. Sofort.
Doch nichts dergleichen geschieht. Plötzlich bemerkt Nebukadnezar: "Moment..." Er fragt seine Räte:
"Haben wir nicht drei Männer gebunden in das Feuer werfen lassen?"
(Daniel 3, 24; Luther 2017)
"Ja.", sagen sie. Aber der König sieht 4 Männer im Feuer umhergehen.
Und sie sind unversehrt. Nicht ein Haar an ihnen ist in Flammen aufgegangen. Plötzlich geht dem König ein Licht auf. Er erkennt, dass Jesus bei diesen Männern im Feuer ist und sie beschützt. Er erkennt, dass Gott höchstpersönlich die Männer beschützt.
Sofort fordert er sie mit Namen auf, aus dem Ofen herauszutreten. Alle staunen. Sie sind unversehrt. Sie riechen noch nicht einmal nach Rauch. Was für ein Wunder!!
Und dann noch ein Wunder. Nebukadnezar erkennt. Er lobt den Gott Daniels und seiner Freunde. Jetzt, ganz der Choleriker, dreht er den Spieß um: Von nun an sollen alle Völker seines Reiches den Gott Daniels verehren. Wer dies nicht tut, wird getötet und sein Haus zerstört werden.
Nebukadnezar wurde Zeuge der Macht Gottes. Er erzählt sein Erlebnis weiter...
In Daniel 6 lesen wir, dass ein neuer König seine Herrschaft antritt, König Darius.
Wieder hat Daniel Feinde. Sie wissen von seinen Gebeten zu seinem Gott bei offenem Fenster, ganz unverhohlen.
Sie gehen zu König Darius, die Petzen. Sie sagen: "Oh König, du bist doch der Größte. Willst du nicht ein Gesetz erlassen, das besagt, alle müssen dich anbeten und verehren?"
König Darius ist nicht besser als sein Vorgänger Nebukadnezar. Er ist stolz. Er erlässt das Gebot.
Als Daniel davon hört, geht er prompt nach Hause, öffnet sein Fenster und betet laut zu seinem Gott.
Man könnte das jetzt als undiplomatisch oder mutig bezeichnen.
Daniels Feinde haben nur auf diesen Moment gewartet. Sie rennen sofort zum König.
"Oh König, Darius", schleimen sie. "Du hast doch dieses Gebot erlassen... Aber weißt du, dein Diener Daniel, der hält sich nicht daran und betet weiterhin zu seinem Gott."
Im Gegensatz zu Nebukadnezar wird Darius traurig. Er mochte Daniel. Er überlegt noch, wie er Daniel retten kann. Aber versprochen ist versprochen... Es findet sich kein Ausweg.
Also lässt König Darius Daniel zu den Löwen in die Grube werfen. Jeder würde denken, dass die Löwen ihn sofort zerfleischen. Sie waren bestimmt hungrig. Aber nichts dergleichen. Gott hält den Löwen das Maul zu. Wow! Sie können Daniel nicht fressen.
Als König Darius, der nicht schlafen konnte, am nächsten Tag zur Löwengrube rennt, sieht er, dass Daniel lebt. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut! Darius ist soooo erleichtert.
Ohne nachzudenken, lässt er sofort die Feinde Daniels rufen. Er lässt sie mitsamt ihren Frauen und Kindern in die Löwengrube werfen, wo die Löwen sich sofort auf sie stürzen und sie zerfleischen.
Wieder ein Zeugnis, vom nächsten König.
Ich bewundere Daniels Vertrauen. Es war ihm egal, was andere über ihn dachten. Er scherte sich nicht darum. Es war ihm viel wichtiger, was Gott über ihn dachte. Mit dieser Einstellung gewann er. Und seine Feinde wurden bestraft.
Daniel wurden später noch viele Prophezeiungen von Gott mitgeteilt. Das Vertrauensverhältnis zwischen Gott und ihm war einmalig. Sie hatten ein inniges Verhältnis, eine tiefe Vertrauensbeziehung.
Was hat Gott in deinem Leben zu sagen? Vertraust du ihm dein Leben an? Oder ist es dir wichtiger, was andere sagen? Hast du vielleicht Angst vor Menschen? Dass sie dich nicht leiden könnten?
Gott ist viel mächtiger als deine größten Feinde. Er wird immer für dich sorgen und dich nie vergessen!
"Und die Leviten hießen alles Volk schweigen und sprachen: Seid still, denn der Tag ist heilig; seid nicht bekümmert!"
(Nehemia 8,11; Luther 2017)
"Seid nicht bekümmert", "seid still". "Der Tag ist heilig."
Das könnte man mir jeden Tag sagen. Sei nicht bekümmert, mach dir keine Sorgen. Das Leben ist schön. Et cetera pp.
Jeden Tag gibt es irgendetwas oder irgendjemanden, um den man sich Sorgen machen könnte oder müsste. Dauernd muss man sich um etwas oder jemanden kümmern.
Am Sonntag muss man das nicht. Denn, der Tag ist heilig.
Heilig. Ruhe. Keine Sorgen. Mir ist alles egal.
Aaaaahhhh. Das könnte jeden Tag so sein.
Liegt an uns.
Jeder Tag, den Gott gemacht hat, ist heilig. Wir dürfen uns an jedem Tag freuen.
Egal, ob der Kollege uns wieder geärgert hat, mit seiner Art; ob der Kaffee nicht geschmeckt hat; ob das Baby schon wieder in die Windel gemacht hat; oder mir meine täglichen Aufgaben zum Hals raushängen.
Jeder Tag ist ein Tag des Lebens - ein Tag zum Feiern. Baaammm.
Der Teufel will nicht, dass wir uns freuen und das Leben feiern.
Jeden Tag zeigt er uns auf, was uns fehlt oder woran es uns mangelt.
Du hast dies nicht und jenes nicht. Und der war nicht nett zu dir und überhaupt alles ist scheiße.
Na ja, man kennt das ja.
Interessant ist auch der erste Satz "Und die Leviten ließen alles Volk schweigen und sprachen..."
Vielleicht muss man einfach mal die Klappe halten, damit Gott reden kann.
Er würde vielleicht sehr gern etwas sagen. Nur, wenn wir andauernd reden, kommt er ja gar nicht zu Wort.
Gib deine Sorgen ab, jeden Tag und sssshhh sei still, denn jeder Tag ist heilig.
Dann hörst du Gott auch reden.