Mittwoch, 29. Juli 2026

Warten ...


Kennst du dieses Smiley, das die Hand unter das Kinn hält und sehr nachdenklich aussieht? 
Es denkt nach und es scheint zu warten. Wartest du auch manchmal? Ich hatte oft das Gefühl, dass das Leben eigentlich mehr oder weniger aus "Warten" besteht. Man wird geboren und wartet auf Essen, Trinken und Schlaf. Als Kleinkind wartet man auf den Kindergarten, als größeres Kind auf die Schule, die Pubertät. Als junger Erwachsener wartet man dann auf das Abitur oder den Realschulabschluss und anschließend auf die Ausbildung oder das Studium an der Uni. 
Im Anschluss daran wiederum wartet man auf das Auslandsjahr oder auf den Ehepartner, dann auf eigene Kinder, auf den Beruf. Im Alter wartet man auf die Rente und die Enkelkinder.

Soweit der Plan. Aber manchmal läuft es im Leben nicht so, wie gedacht. Eigentlich nie. Wir planen etwas und dann macht Gott etwas ganz anderes. Wir suchen nach dem nächsten Schritt - und oft genug ist es die Suche nach der sprichwörtlichen "Nadel im Heuhaufen". Wenn es zu lange dauert, werden wir ungeduldig. Wir fragen uns, ob wir vielleicht etwas "falsch gemacht" haben. 

In der Bibel gibt es viele Menschen, die sehr lange auf etwas oder jemanden gewartet haben. 

Zum Beispiel Abraham und Sarah, Mose, David, Ruth... Man könnte die Liste endlos fortsetzen.

Wir warten und Gott schweigt sich aus. Vielleicht lässt er gerade Vertrauen und Geduld in uns wachsen. Aber das mögen wir gar nicht. In einer Instant-Gesellschaft muss alles immer sofort geschehen. Wir müssen leisten, um uns gut zu fühlen. Dazu verdammt uns die Gesellschaft, manchmal auch unsere Familie.

Doch oft ist das "Gute des Besten Feind". Woher sollen wir wissen, was Gott wirklich von uns will? Gute Frage. In der Bibel steht in Sprüche 19, 21: "Der Mensch macht viele Pläne, aber es geschieht, was der HERR will." (Hfa) 

Wenn du dich beim nächsten Mal fragst, ob du etwas falsch machst oder warum Gott nicht antwortet, dann warte noch ein bisschen. Du musst die Hände nicht in den Schoß legen und nichts tun. Aber du brauchst dich auch nicht zu stressen. Gott hat sein bestimmtes Timing, in dem er dir offenbart, was du für ihn tun darfst. Du schaffst es nur mit seiner Vorbereitung, in seiner Kraft, in seinem Timing und in seiner Ruhe. Gott führt dich, er leitet dich mit seinen Augen (Ps 32, 8).

Gott hat dir Gaben gegeben und er wird diese auch einsetzen. Verlass dich drauf! Denn in der Bibel steht in Psalm 37, 5: "Befiehl dem HERRN dein Leben an und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen." (Hfa)

Gott segne dich!


Freitag, 5. Juni 2026

Keine Zukunft?


Viele Menschen - vor allem junge Menschen - heute glauben, sie hätten keine Zukunft. Was ist bloß los mit der Welt? Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis, Krieg in vielen Ländern, Ressourcen—Knappheit, Epidemien wie Corona, hohe Scheidungsrate, Kinderlosigkeit, unheilbare Krankheiten, moralischer Verfall in Ehe und Familie, Hetze auf Social Media und Mobbing, Arbeitslosigkeit... 

Das macht nicht gerade Laune. Das klingt eher nach Unsicherheit, Angst, vielleicht irgendwann auch Bitterkeit. 

Verständlich, diese Gefühle? Oder?

Christinnen und Christen haben es natürlich auch nicht leichter. Aber sie haben jemanden, an den sie sich wenden können. Nämlich Jahwe, Gott.

Der sagt in seinem Wort, der Bibel, in Jeremia 29, 11: 

"Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt!" 

(Übersetzung: Hoffnung für alle)

Echt jetzt? Das klingt erst einmal ein bisschen wie "Wohlstandsevangelium". Ich bemühe mich, Gott gehorsam zu sein und seinem Willen gemäß zu leben, und dann segnet Gott mich und mein Leben läuft rund, auf jeder Ebene, sei es in Job, Familie und Gemeinde.

Ganz so stimmt das jedenfalls nicht. Gott möchte, dass wir seinen Willen tun und auch, dass wir ihm gegenüber gehorsam sind, wenn wir uns Christinnen oder Christen nennen.

Allerdings geht der Vers aus Jeremia 29, 11 viel weiter. Der historische Kontext des Verses ist folgender: Die Israeliten wurden nach Babylon verschleppt. Dort leben sie jetzt. Natürlich hoffen sie auf eine schnelle Rückkehr nach Israel. Doch Gott lässt ihnen durch den Propheten Jeremia sagen: Es dauert noch lange. Ihr müsst noch viele Jahre im Exil leben. Klingt sehr entmutigend, finde ich. Jeremia empfiehlt den Israeliten sogar, Häuser zu bauen, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Das kann dauern...

Was der Vers 11 aus Jeremia 29 eigentlich ausdrücken soll, ist Folgendes: Jahwe (Gott) hat sein Volk Israel eben nicht vergessen. Er verfolgt trotz der Not der Israeliten einen guten Plan mit ihnen.

Die sofortige Lösung des Problems "Exil" ist noch nicht da. Und trotzdem schenkt Gott durch Jeremia Israel Hoffnung. Hoffnung dauert manchmal an. Ist es nicht bei uns heute oft auch so?

Menschen in Kriegs- und Krisengebieten warten auf Frieden. Der Mensch, der an Krebs erkrankt ist, wartet auf Heilung, Menschen, die Single sind, warten auf einen Partner. Arbeitslose Menschen warten auf einen Job. Alleinerziehende Mütter oder Väter warten darauf, dass aus ihren Kindern etwas wird, obwohl sie manchmal nicht wissen, wie sie das hinbekommen sollen. Arme Menschen warten darauf, mehr Geld zu bekommen, um Essen und Trinken kaufen zu können. Ausländerinnen und Ausländer warten darauf, ihre Familie und Verwandten in ihrem Land besuchen zu dürfen. Die Liste könnte man noch unendlich lang weiterführen. Worauf wartest du? Worauf warten Sie?

Das Leben in dieser Welt war zu keiner Zeit einfach. Nicht als Hitler regierte, nicht als Atomkraftwerke explodierten, nicht als die Spanische Grippe oder die Corona-Pandemie wütete. Auch heute ist das Leben in vielen Ländern und bei vielen Menschen nicht gerade als leicht zu bezeichnen. Menschen müssen Leistung bringen und sich finanziell und anderweitig über Wasser halten. Viele Menschen sind einsam.

Gott hat uns niemals ein einfaches Leben versprochen, außer in der Ewigkeit, wenn hier auf der Erde der Vorhang fällt und alles vorbei ist. Wenn Menschen, die an Jesus geglaubt haben, bei ihm sind oder die Welt schlussendlich untergeht.

Trotzdem verspricht Gott, an ihn gläubigen Menschen, treu zu sein, sich um sie zu kümmern. Ihnen alles zu geben, was sie zum Leben brauchen. Und das, obwohl er das doch gar nicht nötig hätte, uns kleinen Menschen hinterherzulaufen.

Gott war in meinem Leben immer treu. Und wenn es noch so tief durchs Tal ging. Jahwe ist treu!

Das kann ich mit meinem Leben bezeugen.

Jetzt bin ich dankbar für Gottes Segnungen in meinem Leben und versuche, das Leben anderer Menschen ein bisschen einfacher zu gestalten, indem ich alles in meiner Macht Stehende tue, um ihnen zu helfen.

Das macht wirklich Freude und nicht das neueste Smartphone oder eine schöne Reise. Ich liebe Reisen und Smartphone und ich bin dankbar dafür. Trotzdem ist Gott und sind seine Menschen das Wichtigste in meinem Leben. Denn: Nur in Gott findet meine Seele zur Ruhe (vgl. Psalm 62, 6).

Gott meint es gut mit uns. Das ist kein plakativer Satz, sondern die Wahrheit. Jeder, der sie erlebt hat, kann mir hier zustimmen.

Gib/Geben Sie bitte nicht auf! Manchmal steht man kurz vor dem Durchbruch, wenn man Gott vertraut und bis zum Ende durchhält. Jahwe ist auch da in deiner/ in Ihrer Trauer, beispielsweise um einen geliebten Menschen.

Er lässt niemanden im Stich. Gott hat gesagt: "Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab." (Hebräer 13, 5; Hoffnung für alle)

Gott ist treu. Er bringt jede und jeden durchs Leben. Darauf kann man sich zu 100 % verlassen!